Der MBA Event QS Connect MBA in Berlin bietet Ihnen alle Informationen zum MBA- und Executive MBA-Studium im direkten Gespräch mit führenden Business Schools.
Sprechen Sie direkt mit den Zulassungsbeauftragten und erfahren Sie in Vorträgen mehr zu den verschiedenen MBA-Programmen sowie der Bewerbung und Stipendien. Der Event bietet Ihnen sowohl persönliche Einzelgespräche als auch Vorträge zur MBA-Bewerbung und ein offenes Forum.
Wir freuen uns auf euren Besuch an unserem ESCP Messestand. Gern informieren euch die Kollegen/Kolleginnen vor Ort über unser MBA-Programm (MBA in International Management).
WANN?
Montag, 18. März 2019, 18:00 - 21:30 Uhr
WO?
Eurostars Berlin
Friedrichstrasse 99, 10117 Berlin, Germany
Location
Organiser: QS Top MBA
Berlin - Germany
MapDate
Start date: 18/03/2019
Start time: 6:00 PM
End time: 9:30 PM
Der MBA Event QS Connect in Wien bietet Ihnen alle Informationen zum MBA und Executive MBA-Studium im direkten Gespräch mit führenden Business Schools.
Wir freuen uns auf euren Besuch an unserem ESCP Messestand. Gern informieren euch die Kollegen/Kolleginnen vor Ort über unser MBA-Programm (MBA in International Management).
WANN?
Dienstag, 5. März 2019, 18:00 - 21:30 Uhr
WO?
Palais Hansen Kempinski Vienna
Schottenring 24, 1010 Vienna, Austria
>> Weitere Informationen finden Sie hier <<
Location
Organiser: QS Top MBA
Vienna - Austria
MapDate
Start date: 05/03/2019
Start time: 6:00 PM
End time: 9:30 PM
Gut zu entscheiden kann man lernen. In seinem neuen Buch "Entscheiden ist einfach" zeigt Philip Meissner, Lehrstuhl für Strategisches Management und Entscheidungsfindung an der ESCP Berlin, wie Entscheidungen mit den richtigen Strategien schnell und leicht getroffen werden können.
>> Please read the English version below.
1. Jeden Tag treffen wir etwa 20 000 Entscheidungen. Viele davon mehr oder weniger unbewusst. Warum fallen uns manche Entscheidungen hingegen so schwer?
Alltagsentscheidungen sind in der Regel kein Problem für uns. Große Entscheidungen, wie die unseren Job zu wechseln oder wichtige Entscheidungen in unserem Beruf fallen uns jedoch oft schwer. Diese Entscheidungen haben große Auswirkungen auf unser Leben. Daher haben wir Angst, einen Fehler zu machen, Angst vor den Folgen der Entscheidung, Angst, uns festzulegen. Also schieben wir die Entscheidung so lange wie möglich vor uns her.
2. Sie sagen: Entscheiden kann man lernen. Sind dafür bestimmte Voraussetzungen nötig?
Nein! Um gute Entscheidungen zu treffen braucht man kein Talent. Vielmehr geht es darum, kleine und einfache Methoden anzuwenden und in den Entscheidungsprozess zu integrieren. So kann jeder schnell gute Entscheidungen treffen.
3. Welchen Fehler, den wir häufig während einer Entscheidungsfindung begehen, können wir sofort vermeiden?
Wir sollten die richtigen Menschen um Rat fragen. Oft fragen wir Kollegen und Freunde ohne uns darüber Gedanken zu machen, ob Sie ein guter Ratgeber sind. Wir sollten Menschen um Rat fragen, die das Problem vor dem wir stehen bereits gelöst haben.
4. Ihr Buch bringt den Leser in sieben Schritten zur guten Entscheidung. Welche Leser haben Sie dabei besonders im Blick?
Das Buch richtet sich an alle die gerne besser und einfacher entscheiden möchten. Besonders relevant sind diese Methoden natürlich für Menschen, die in ihrem Alltag viele Entscheidungen treffen, Manager oder Führungskräfte etwa.
5. Ist Ihre Methode bei privaten wie beruflichen Fragen gleichermaßen einsetzbar?
Ja! Die Methoden lassen sich gut für berufliche und private Fragen anwenden. Auch wer in seinem Privatleben vor wichtigen Entscheidungen steht, oder bei der nächsten großen Entscheidung leichter und schneller zum Ziel kommen möchte kann die Methode gut anwenden.
Herzlichen Dank an den Campus Verlag für die Genehmigung, den Beitrag vollständig auf unserer Seite veröffentlichen zu können.
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English version
1. We make around 20,000 decisions every day, many of which are more or less subconscious. But why are some decisions so difficult to take?
We do not normally have any problem in making everyday decisions. In comparison, major decisions, such as whether to change our job or important career decisions, are often difficult. These decisions have significant impacts on our life. Therefore, we are worried about making a mistake, concerned about the consequences of the decision and afraid of committing ourselves. Ultimately, this leads to us postponing the decision for as long as possible.
2. You state that you can learn to make decisions. Are there certain attributes you need to possess in order to achieve this?
Absolutely not! You do not need any special skills in order to make good decisions. It is more a case of applying small and simple methods and integrating them into the decision-making process. This way, everybody is capable of making good decisions quickly.
3. Which common mistake made during the decision-making process can we rule out immediately?
We should ask the right people for advice. We often turn to our friends and colleagues without first considering whether they are the right person to give advice. We should ask people for advice who have already solved the same problem that we are facing.
4. Your book helps the reader to make a good decision in seven steps. Which target group do you have especially in mind?
The book is aimed at all those who wish to make better and simpler decisions. It goes without saying that these methods are particularly relevant for people who have to make many decisions as part of everyday life, such as managers or executives.
5. Can your method be used for both professional and personal matters?
Of course! The methods can come in handy when making professional and private decisions. The method is equally effective for those facing important decisions in their private life as well as those who would like to achieve their goal more easily and quickly when they have to make their next major decision.
Thanks to Campus Verlag for authorising the publication of the full article on our website!
Campuses
"Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston investiert eine Milliarde US-Dollar, die Stadt Shanghai 15 Milliarden US-Dollar, die Bundesrepublik drei Milliarden Euro: Allein diese Summen zeigen, wo wir uns in Deutschland in puncto Künstliche Intelligenz, Maschinenlernen und Datenwissenschaft befinden – nicht auf der Überholspur, sondern auf dem Standstreifen.
Der Digital-Gipfel am 3. und 4. Dezember 2018 in Nürnberg sollte dies ändern. Die dort vorgestellten Projekte und Programme verdeutlichten jedoch einmal mehr, dass in unserer Volkswirtschaft noch nicht angekommen ist, wie allumfassend und zukunftsträchtig die Themen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) sind – und vor allem wie weit unsere Wettbewerber, die USA und China, mittlerweile vorgeprescht sind. Ob ein europäischer Konzern nach Vorbild des Flugzeugherstellers Airbus, wie ihn Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorschlug, tatsächlich den notwendigen Schub in die Digitalisierung in Deutschland und Europa bringt, bleibt fraglich. Schon lange geht es nicht mehr nur um die technische Ausstattung. Wer KI und Computing vorantreiben will, muss die Technologie verstehen. Kompetent für Führungsaufgaben ist etwa, wer Programmierung, Design Thinking und digitales Marketing beherrscht. Ebenso wichtig ist es jedoch, kritisches Denken, soziale Kompetenz und Entscheidungsfähigkeit mitzubringen – die sogenannten Soft Skills.
Während in China inzwischen jedes Schulkind Programmieren lernt, sitzen bei uns auf den Podien noch immer fast ausschließlich die Vertreter der Old Economy, wird um IT und Infrastruktur gerungen, scheitert der Bildungspakt für eine schnelle, bessere Ausstattung der Schulen. Die häufig nachhaltig agierenden Start-ups, die mit Hilfe europäischer Finanzmittel erfolgreich werden, fehlten in Nürnberg fast völlig. Dabei sind sie als Beiboote der Dickschiffe unerlässlich. Viele Unternehmer und auch Politiker haben das verstanden. Jetzt braucht es Konsequenzen: Um künftig ganz vorne mitspielen zu können, sind Mut und mehr Geld gefragt – für Bildung, Aufklärung, die Förderung von Start-ups. Das Geld ist jedenfalls vorhanden. Noch ist Deutschland eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt. Digitalisierung und KI werden jedoch nicht abwartend verharren, bis auch der Letzte verstanden hat, wohin die Reise geht."
Ein Kommentar von Professor Philip Meissner, Lehrstuhl für strategisches Management und Entscheidungsfindung, Spezialist für Strategie und Digital Business an der ESCP Berlin
Campuses
An der renommierten Wirtschaftshochschule werden künftige Führungskräfte ausgebildet.
Ein Schwerpunkt: die Digitalisierung in der Wirtschaft. Sechs Expert*innen – sechs
Statements.
Berlin, 03. Dezember 2018. „Bedenklicher als der schlechte Breitbandausbau in Deutschland ist die Tatsache, dass Europa die Digitalisierung zu verschlafen scheint und längst von den USA und China überholt wurde. Universitäten und Bildungseinrichtungen sind hier besonders gefragt. Es gilt, innovationsfördernde Inhalte und Konzepte zu etablieren und damit einen Beitrag zu leisten, um Europa wieder neu an der Spitze und als Vorreiter bei der Digitalisierung zu positionieren.“ Professor Andreas Kaplan, Rektor der ESCP Berlin und Spezialist für digitale Themen, findet deutliche Worte, wenn es um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz geht. Bezugnehmend auf den diesjährigen Digital-Gipfel der Bundesregierung am 3. und 4. Dezember 2018 in Nürnberg sieht er Bildungsinstitutionen in der Verpflichtung, in den Bereichen, in denen es noch möglich ist, entscheidend an der Aufholjagd der Europäer mitzuwirken.
Der Digital-Gipfel in Nürnberg greift das Thema Künstliche Intelligenz (KI) auf. Diese entwickelt sich aktuell zum Hauptthema der Digitalisierung und soll durch die jüngst verabschiedete „Strategie Künstliche Intelligenz“ der Bundesregierung gepusht werden. In Nürnberg geht es um strategische Ansätze ebenso wieum Lösungen, etwa im Bereich Ethik der Arbeitswelt oder neue Datenökonomie.
An der ESCP Berlin wird das Wissen um Digitalisierung und Künstliche Intelligenz als selbstverständlicher Bestandteil der Ausbildung künftiger Führungskräfte behandelt. Gern vermitteln wir Hintergrundgespräche und Interviews mit den jeweiligen Expert*innen.
Die Expert*innen und ihre Ansätze:
Professorin Kerstin Alfes, Lehrstuhl für Organisation und Personalmanagement, Expertin für KI und Human Ressourcen:
„Künstliche Intelligenz bietet im Personalbereich unendlich viele Möglichkeiten. Sie hat das Potenzial, die Menschen zu unterstützen, ihre Stärken zu aktivieren. Dafür jedoch muss man die Ängste vor dem Kollegen Roboter ernst nehmen, die Mitarbeitenden im digitalen Wandel unterstützen, eine Fehlerkultur etablieren. Zudem muss viel Aufmerksamkeit auf die Programmiersprache gerichtet werden. Ist sie nicht wertneutral, können Strategien wie mehr Diversität ins Unternehmen zu bringen, nicht umgesetzt werden.“
Professor Markus Bick, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, Spezialist für digitale Kompetenz, Big Data und Blockchain:
„Künstliche Intelligenz eröffnet uns großartige Möglichkeiten, aber sie wird uns Menschen nicht davon befreien, unsere Aufgaben selbst zu erledigen, Zusammenhänge zu verstehen, Entscheidungen zu treffen. Wer Daten sammelt, muss sie auch richtig bewerten und einordnen können. Sonst werden wir zu DatenMessies. Hier ist der Digital-Gipfel gefordert: Wir brauchen einen bundesweiten Rahmenplan, der Schüler*innen digitale Kompetenzen vermittelt. Und die gehen weit über das Programmieren hinaus.“
Professorin Marion Festing, Lehrstuhl für Personalmanagement und Interkulturelle Führung, Expertin für Talent Management:
„Im Talent Management verspricht der Einsatz kognitiver Systeme große Effizienzgewinne und
Qualitätssteigerungen in der Entscheidungsfindung. Die Auswahl von Kandidat*innen kann beispielweise weitgehend automatisiert oder Karriereplanungen können individualisiert unterstützt werden. Auch personalisierte Lernarchitekturen für Talente sind möglich. KI ersetzt den bzw. die Talent Manager*in nicht, sondern unterstützt bestmöglich. Dafür müssen verbindliche Code of Conducts den Umgang mit KI und Daten regeln.“
Professor René Mauer, Lehrstuhl für Entrepreneurship, Experte für Innovationen und Gründungen:
„Innovationen werden nicht von Algorithmen erledigt, sondern von gut vorbereiteten und motivierten
Menschen. Für diese Menschen gilt es, unternehmerisches Handeln als Querschnittskompetenz zu fördern und Innovator*innen-freundliche Rahmenbedingungen in Organisationen zu schaffen, damit sie erfolgreich Innovationen bewirken können – egal, ob im Start-up auf der grünen Wiese oder im etablierten Unternehmen.“
Professor Philip Meissner, Lehrstuhl für strategisches Management und Entscheidungsfindung, Spezialist für Strategie und Digital Business:
„Künstliche Intelligenz wird in Unternehmen künftig maßgeblich zur Entscheidungsfindung beitragen, und zwar auf allen Ebenen. Führungskräfte müssen deshalb in der Lage sein, KI und menschliche Expertise optimal miteinander zu verbinden, um strategisch nachhaltige Entscheidungen zu treffen. KI hat ein hohes Maß an positivem Potenzial. Bereits im Studium und in der Managementausbildung werden Technologien wie KI eine immer größere Rolle spielen.“
Campuses
Die Europäische Union will die Gründung sogenannter Europäischer Hochschulen vorantreiben. In einem am 24. Oktober 2018 veröffentlichten Call for Proposals werden Universitäten aufgefordert, entsprechende Projektideen einzureichen. Die EU stellt zunächst 30 Millionen Euro im Rahmen des Programms Erasmus+ für den Start zur Verfügung. Der Rektor der ESCP Berlin, Prof. Andreas Kaplan, hat fünf Thesen aufgestellt, warum die Zeit für eine Europäische Hochschule reif ist.
Führende Politikerinnen und Politiker wie Emmanuel Macron und Jean-Claude Juncker sehen den Schlüssel zu einer europäischen Identität in Bildung und Kultur. Bisher gibt es vor allem nationale Studiengänge mit lediglich länderspezifischen Abschlüssen. Einen europäischen Abschluss gibt es nicht. Dies ist jedoch notwendig, um im Sinne einer europäischen höheren Bildung identitätsstiftend zu wirken. Voraussetzung dafür: eine europäische Instanz, die Inhalte und Anforderungen an einen solchen Hochschulabschluss festlegt und den Grad verleiht.
Um die Idee einer Europäischen Hochschule zu realisieren, bedarf es keiner Neugründung. Wenn die Europäische Hochschule überzeugte Europäerinnen und Europäer ebenso ausbilden soll wie internationale Studierende, muss sie vor allem eines sein: attraktiv. Diese Attraktivität haben bereits etablierte und renommierte Hochschulen wie die Pariser Sorbonne, die Prager Karlsuniversität oder die Berliner Humboldt-Universität. Diese Institutionen könnten jeweils die Leader in dem geplanten Verbund aus weiteren vier bis sechs Hochschulen in mindestens drei europäischen Ländern sein. Sie bestimmen den Lehrplan und können ansonsten die Ressourcen der Netzwerk-Mitglieder nutzen.
Die studentische Mobilität innerhalb Europas ist dank des Austauschprogramms Erasmus+ bereits hoch. Die Zeit im Ausland ist jedoch oft zu kurz, als dass die Studierenden Kultur und Sprache des Studienortes tatsächlich verinnerlichen können. Und oft ziehen sie das Erkunden der Umgebung zunächst dem Lernen neuer Inhalte vor. Die Europäische Hochschule geht deshalb weiter. Die Studierenden verbringen jedes Studienjahr in einem anderen Land, die Studieninhalte bauen aufeinander auf, am Ende steht das europäische Diplom. Nur, wer längere Zeit in die Sprache und Kultur eines anderen Landes eingetaucht ist, bildet ein echtes Verständnis dafür heraus und ist in der Lage, Diversität etwa in Unternehmen und Behörden zu leben. Um allen Studierenden ein solches Studium zu ermöglichen, braucht es die passenden Finanzierungshilfen.
Die Idee einer Europäischen Hochschule ist eng verbunden mit der Fähigkeit ihrer Absolventinnen und Absolventen, die Sprachbarrieren innerhalb der EU zu überwinden. Voraussetzung für den Erfolg des länderübergreifenden Studiums ist eine gemeinsame Wissenschaftssprache, hier sicher Englisch. Dafür muss jedoch bereits der Englischunterricht an den Schulen vieler Länder der EU erheblich verbessert werden. Außerdem erlangen die Studierenden durch jeweils einjährige Aufenthalte an unterschiedlichen Studienorten und intensive Sprachkurse mindestens die Dreisprachigkeit. Diese Kenntnisse schließlich befähigen sie dazu, innerhalb und außerhalb der EU grenzen- und kulturübergreifend tätig zu werden.
Europa lebt von der kulturellen, sozialen und sprachlichen Vielfalt seiner Mitgliedsstaaten. Das Studium an einer Europäischen Hochschule vermittelt eine Essenz dessen, was Europa im Kern vereint. Dazu gehört ein grundsätzliches Wissen über europäische Institutionen und ihre Funktionsweisen. Auch die Unterschiede bezüglich des jeweiligen Fachgebietes über europäische Länder hinweg sowie im Vergleich zu anderen Regionen der Welt sollten Teil eines solchen Studiums sein. Natürlich ist diese Wissensvermittlung etwa in der Philosophie oder in der Betriebswirtschaftslehre einfacher als in der Mathematik. Dies ist sicherlich hilfreich, um das Fundament zu verstehen, auf dem Europa gebaut ist. Sich dieser europäischen Essenz bewusst zu werden, wäre nicht nur für die Studierenden einer Europäischen Hochschule sinnvoll.
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hat in seiner vielbeachteten Rede an der Pariser Sorbonne im September 2017 die Gründung von 20 Europäischen Hochschulen bis zum Jahr 2024 gefordert. Er erhofft sich durch die Förderung einer europäischen Bildungselite neuen Schwung für die Idee eines vereinten Europas. Studierende an solchen Universitäten würden jedes Jahr ihres Studiums in einem anderen europäischen Land absolvieren.
Bisher gab es einen Call for Action, auf den die etablierten Universitäten jedoch verhalten reagiert haben. Am 24. Oktober 2018 hat die EU nun 30 Millionen Euro Projektförderung im Rahmen des Erasmus+ Programms in Aussicht gestellt, mit deren Hilfe die Europäischen Hochschulen gestartet werden. Die Universitäten wurden aufgefordert, entsprechende Projekte einzureichen.
Tatsächlich sind eine Reihe von Hürden zu nehmen, um ein derart ambitioniertes Vorhaben umzusetzen. Es gibt jedoch bereits bestehende europäische Hochschulverbünde, auf deren Erfahrungen man aufsatteln könnte, etwa die 4EU Alliance, die EuroTech Alliance, die Französisch-Deutsche Universität und nicht zuletzt die ESCP mit ihrem seit 1973 bestehenden Multicampus-Modell.
Die Studierenden der ältesten Wirtschaftshochschule der Welt (gegründet 1819) können an den Standorten Berlin, London, Madrid, Paris, Turin und Warschau ihre Kurse absolvieren. Hinzu kommen rund 130 Partneruniversitäten weltweit. Alle der mehr als 5.000 Studierenden aus mehr als 100 Nationen absolvieren ihr Studium an mindestens zwei der ESCP-Standorte, oft auch an drei oder vier der unterschiedlichen Campus. Die Bachelorstudierenden beispielsweise wechseln jedes Jahr den Studienort. Die ESCP Berlin ist als wissenschaftliche Hochschule staatlich anerkannt und bundesweit die erste Hochschule, die von allen drei wichtigen internationalen Akkreditierungsagenturen – AACSB, AMBA und EFMD (EQUIS) – zertifiziert wurde.
Andreas Kaplan ist Rektor der Wirtschaftshochschule ESCP Berlin. Mit Vielsprachigkeit und Multikulturalität ist der Wirtschaftswissenschaftler vertraut: Er hat wiederholt in Frankreich gelebt und unter anderem an der Pariser Universität Sorbonne habilitiert. Kaplan ist überzeugter Europäer und befürwortet als solcher ein starkes Europa.
Seine Forschungsinteressen liegen vor allem im Einfluss der Digitalisierung auf das Hochschulwesen, dessen Zukunft im Allgemeinen sowie in Funktionsweisen von sozialen Medien, der digitalen Kommunikation und der künstlichen Intelligenz. Mit fast 20.000 Nennungen auf Google Scholar und mehr als 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen – den Großteil davon in führenden nationalen und internationalen Fachzeitschriften – wird Kaplan unter den Top 50 Business- und Management-Autoren weltweit gelistet (laut dem US-amerikanischen Verlag John Wiley & Sons).
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